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Das Schloss von Zumelle
Auf dem Gipfel eines uneinnehmbaren steilen Felsens erhebt sich das Schloss von Zumelle, Zeuge einer noblen Vergangenheit, wo die Legende mit der Geschichte verschmilzt und die Fantasie den Heldentaten von sich der Schlacht verschriebenen Kämpfern nachhängt. Eine Geschichte, die im Jahr 46 nach Chr. beginnt, als Kaiser Claudius diesen Ort wählte, um einen Aussichtsturm und später ein Feldlager (Castrum) für seine Truppen zu errichten. Aber erst zu Zeiten des Ostgotenkönigs Theoderich, nimmt das von Geiserich, einem Vertrauensmann der Königin Amalasuntha erbaute Schloss Gestalt an.

Es wird erzählt, dass dieser zwei Zwillingssöhne hatte und deshalb nahm das Schloss den Namen Castrum Zumellarum an, einer der beiden, Jusprando, wird zum Herrn von Zumelle und führt so die lange Liste der Schlossbesitzer an: von Murcimiro, dem ersten Grafen, zur kühnen Sophie von Colfosco bis hin zur Grafschaft der Da Cammino und zur Familie Zorzi, den letzten Besitzern. Später wurde das Schloss mehrere Male zerstört und wieder aufgebaut und es wurden zahlreiche Schlachten unter seinen Mauern geschlagen, das Schloss wurde aber nie mit Gewalt eingenommen: Die starken Einfassungsmauern konnten nämlich nur mit List durchdrungen werden. Gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts war das Schloss veraltet und wurde bis heute nicht mehr bewohnt.